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Für die Weiterentwicklung der Leuphana Universität Lüneburg liegt dem Senat eine Universitätsentwicklungsplanung des Präsidiums zur Entscheidung vor. Grundlage des Entwurfs ist der Bericht der Wissenschaftlichen Kommission Niedersachsen (WKN), die unter anderem die Schließung von Studiengängen vorschlägt. Hier die Stellungnahme der ver.di-Betriebsgruppe zu diesem Entwicklungsplan:
Lüneburg, 10.06.2008 ver.di warnt vor Schließung ehemaliger FH-Studiengänge! Senat entscheidet am Mittwoch Die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di warnt vor der Schließung der Studiengänge Sozialarbeit/Sozialpädagogik, Wirtschaftspsychologie und Wirtschaftrecht an der Universität Lüneburg. Der UNI-Senat will an diesem Mittwoch über einen entsprechenden Entwicklungsplan entscheiden, der für die ehemaligen FH-Studiengänge „einen Tod auf Raten“ bedeutet, kritisieren der Vorsitzende des Bereichs Bildung, Wissenschaft und Forschung Christoph Kusche, der auch Sprecher des hochschulpolitischen Arbeitskreises beim Bezirksvorstand des DGB Landesbezirks ist, und Dorothea Steffen, Mitglied des Bundesfachbereichsvorstandes Bildung, Wissenschaft und Forschung der Gewerkschaft ver.di. Nach ihrer Einschätzung führe dies dazu, dass freiwerdende Professuren der fusionierten Fachhochschule als „Steinbruch“ für die Umwidmung oder Verlagerung von Stellen in traditionelle Unistudiengänge genutzt werden. Dies hat mit dem erklärten Ziel, eine Modellhochschule nach den Bologna Kriterien zu sein, nichts zu tun. Die sogenannte Fusion zeigt sich nach Auffassung von ver.di als Sparmodell zu Lasten einer berufsorientierten Ausbildung. Die ehemalige Fachhochschule hat eine regionale Einbindung in den Arbeitsfeldern der Sozialarbeit, der Softwarebranche und regionaler Industriebetriebe, die moderne Automatisierungstechnik einsetzen. Aus Sicht der ver.di Betriebsgruppe bleibt damit das Innovationspotential der mittelständischen Wirtschaft und des sozialen Dienstleistungssektors vor allem im Feld der Kinder und Jugendhilfe auf der Strecke. „Es ist nicht nachzuvollziehen, dass der Studiengang Sozialarbeit/Sozialpädagogik als Musterstudiengang“ für ausländische Hochschulen wie z.B. in Russland und Finnland Vorbild ist und hier nun aufgrund falscher hochschulpolitischer Entscheidungen zugunsten einer ständisch universitären Klientelpolitik aufgegeben wird. DGB und ver.di erwarten deshalb von den politisch Verantwortlichen der Stadt und des Landkreises Lüneburg, dass sie einer solch kurzsichtigen Hochschulpolitik und den damit verbunden einschneidenden Veränderungen und ihrer regionalen Auswirkungen auf Wirtschaft und Verwaltung Einhalt gebieten. Sie müssen ihre gesellschaftspolitische Verantwortung für eine Hochschulpolitik im Interesse der regionalen Entwicklung übernehmen und damit auch den Menschen in der Region gerecht werden. |